Archiv der Kategorie: Allgemein

Veranstaltung am 06. März: Das »Für Lau Haus« im Rückblick

Wo? Ligsalzstraße 8, München

Wann? 20 Uhr

Sommer 2017. Ein Gespenst geht um in München. Bullen und Staat machen sich auf Gespensterjagd. Insgesamt 8 Häuser werden bis Ende 2017 kurzfristig (schein)besetzt, (beinahe) jedesmal rücken die Bullen mit einem Großaufgebot an, um zu räumen, finden die Häuser dann aber verlassen vor…

Ganz in der Nähe von der ersten Besetzung des »Für Lau Hauses«, das für kurze Zeit das sogenannte »Schnitzelhaus« in Besitz nahm, wollen wir auf die Geschehnisse rund um das »Für Lau Haus« zurückblicken, uns zurückerinnern und uns dabei mit der Frage auseinandersetzen, inwiefern Hausbesetzungen ein geeignetes Mittel im Kampf gegen den Staat und Herrschaft sind.

Grundlage des Rückblicks wird der im November 2019 erschienene Band »Für Lau Haus. Dokumente. Bilder. Analysen.« sein, den wir auch in ausreichender Menge am Abend selbst mitbringen werden. Grundlage der Diskussion wird der Text »Hausbesetzungen als Interventionsmöglichkeit in lokale Mietkämpfe« ab S. 110 sein. Weitere Informationen zum Buch sowie die digitale Version findet ihr unter http://v-lenzer.org/fuer-lau-haus/.

Mehr Infos zur Veranstaltung findet ihr hier.

Für Lau Haus – Dokumente, Bilder, Analysen

Endlich. Unsere erste Publikation ist so gut wie fertig. Hoppla, gedruckt werden muss sie ja auch noch. Und das dauert leider etwas länger als wir dachten, denn wir produzieren alle Bücher selbst mit relativ einfachen Mitteln.

Immerhin: Wir sind zuversichtlich, dass wir alle bereits aufgegebenen Bestellungen bis Ende der Woche, also bis 01. Dezember abgearbeitet haben. Danach können wir ersteinmal für nichts garantieren, aber wir planen zumindest Anfang Januar die vorerst geplante Auflage von 200 Exemplaren fertig zu haben. Ansonsten können wir nur versprechen, dass wir uns bemühen, euch nicht zu lange warten zu lassen. Bestellen könnt ihr aber trotzdem gerne schon einmal. Und falls ihr uns bei der Produktion unterstützen wollt, natürlich auch gerne spenden.

Alle weiteren Informationen findet ihr hier. Und falls ihr das Buch nicht erwarten könnt, lieber am Bildschirm lest oder es selbst ausdrucken wollt, findet ihr die verschiedenen Dateien zum Download hier.

Offenes Plenum und 1. Treffen zur gemeinsamen Erarbeitung eines Zines über “Spenden, Geld und sozialen Ausschluss”

Wann? Donnerstag, 29.08.2019, 17 Uhr (Plenum), 18 Uhr (1. Treffen zur Erarbeitung eines Zines über “Spenden, Geld und sozialen Ausschluss”)

Wo? Anarchistische Bibliothek Frevel, Zenettistraße 27 (Hinterhof)

Am kommenden Donnerstag wollen wir uns mit allen, die an einer Mitarbeit in unserem Verlagskollektiv interessiert sind, zu einem kurzen Plenum treffen. Und zwar um 17 Uhr in der Anarchistischen Bibliothek Frevel.

Im Anschluss (gegen 18 Uhr) wollen sich einige Personen treffen, um gemeinsam ein Zine über “Spenden, Geld und sozialen Ausschluss” (vorläufiger Arbeitstitel) zu erarbeiten. Auch hierzu sind alle an einer Mitarbeit Interessierten herzlichst eingeladen. Es ist das erste Treffen zu diesem Zine, nichts steht bereits fest, ihr könnt also jede Menge Ideen einbringen. Im folgenden soll die ursprüngliche Idee dieses Zines kurz skizziert werden, um eine Vorstellung vom Thema zu geben:

Als Anarchist*innen lehnen wir Herrschaft jeder Form ab. Dazu zählen wir auch kapitalistische Eigentumsverhältnisse, die Menschen in unserer Gesellschaft zwingen, gegen ihren Willen zu arbeiten oder – wenn sie sich weigern zu arbeiten, keine geeignete Arbeit finden, nicht arbeiten können oder aus irgendwelchen seltsamen und meist rassistischen Gründen nicht arbeiten dürfen – sie ihrer (legalen) Lebensgrundlage berauben.

Dennoch kann mensch auch in anarchistischen und anderen antikapitalistischen Zusammenhängen häufig beobachten, wie sich kapitalistische Herrschaftsmechanismen (oft unbewusst) im Kleinen reproduzieren, etwa wenn für Veranstaltungen ein fester Betrag oder auch ein Mindesbetrag als Eintritt erhoben wird, wenn Essen und Getränke oder auch Bücher nur gegen einen festen Preis zu erwerben sind.

Ein Ansatz, eine Reproduktion solcher Herrschaftsmechanismen, deren Folge oft der Ausschluss bestimmter Personen ist, zu vermeiden ist es, statt eines festen Preises Spenden zu sammeln. Dabei gibt es gegen solche Ansätze oft Vorbehalte, etwa weil die Verantwortlichen Angst haben, am Ende auf ihren Kosten sitzen zu bleiben, die sie aufgrund ihrer (zumindest teilweisen) Involviertheit in die kapitalistische Gesellschaft ja (meist) trotzdem haben.

Das Zine soll sich diesen Thematiken widmen und sowohl unterschiedliche Ansätze, Erfahrungsberichte, theoretische Überlegungen zu diesem Thema, Berichte über auf diesem Wege erfahrenen Ausschluss, Hilfestellungen und alles andere, was uns zu diesem Thema einfällt, versammeln.

1. Plenum des Verlagskollektivs

Das V. Lenzer Verlagskollektiv trifft sich zum Plenum. Dieses hat sich vor einigen Monaten mit dem Ziel gegründet, Menschen zusammenzubringen, die Interesse daran haben, libertäre Literatur und Kultur zu publizieren. Wir treffen uns voraussichtlich zweiwöchentlich und besprechen den aktuellen Stand laufender Buchprojekte, besprechen Organisatorisches, gestalten, planen, tauschen uns aus. Da dies das erste „offizielle“Treffen ist, werden wir uns erst einmal kennenlernen und viel darüber reden, wie wir überhaupt konkret arbeiten wollen, über bereits gestartete Buchprojekte und Ideen für neue Buchprojekte diskutieren und über Dinge nachdenken, die Menschen in diesem Rahmen allgemein so tun wollen.

Am Donnerstag, 11.07. um 20 Uhr, Anarchistische Bibliothek Frevel (Zenettistraße 27, Hinterhof)

Emma Goldman über die Russische Revolution

Als Emma Goldman 1919 aus den USA abgeschoben wird, kehrt sie voller Hoffnung nach Petrograd zurück. Sie hofft, dass die Oktoberrevolution von 1917 dort zu einer neuen, befreiten Gesellschaft führen würde. Zwei Jahre lang bleibt Goldman in Russland. Ihre späteren Publikationen über diese Zeit sind ein Bericht über die Bolschewistische Schreckensherrschaft. Heute können sie uns eine Warnung vor autoritären Ideologien des Kommunismus sein.

Meine zwei Jahre in Russland

Erstmals ins Deutsche übersetzt: Goldmans zweijährige Erlebnisse im Postrevolutionären Russland

ca. 250 Seiten | 0 €
Dezember 2019

Der Untergang des Bolschwesismus
und andere Essays

Neuübersetzungen und erstmalige Übersetzungen einiger Artikel Goldmans über Bolschewismus und die Revolution in Russland.

ca. 160 Seiten | 0 €
voraussichtlich Juni 2020

Für Lau Haus – Dokumente, Bilder, Analysen

Für Lau Haus
Dokumente, Bilder, Analysen

ca. 120 Seiten | 0 €
November 2019

Sommer 2017. Ein Gespenst geht um in München. Bullen und Staat machen sich auf Gespensterjagd. Insgesamt 8 Häuser werden bis Ende 2017 kurzfristig (schein)besetzt, (beinahe) jedesmal rücken die Bullen mit einem Großaufgebot an, um zu räumen, finden die Häuser dann aber verlassen vor. Gedemütigt ziehen sie ab, nur um schon kurze Zeit darauf in das nächste Haus zu stürmen, bewaffnet mit Maschinenpistolen, Rammböcken und ominösen Holzlatten. Auch die Medien berichten eifrig über diese Spektakel – und siehe da, ein gar nicht so kleiner Teil der Menschen in München solidarisiert sich mit den Besetzungen. Kein Wunder, dass der Staat zurückschlägt. Mit fadenscheinigen Behauptungen von Schusswaffenfunden, Brandstiftungen, usw. erwirken die Bullen Hausdurchsuchungsbeschlüsse, Telekommunikationsüberwachungen und Observationen von verdächtigten Personen.

Dieses Buch sammelt Dokumente und Bilder, die die Ereignisse dokumentieren, die unter dem Namen “Für Lau Haus” bekannt wurden. Es setzt diese in den Kontext aktueller Bewegungen gegen Gentrifizierung und schließt mit ausgewählten Analysen dazu, was wir aus dem Verlauf dieser Ereignisse für zukünftige Interventionen lernen können.

Weitere Informationen, Bestellung, Spenden, Download: hier entlang

Das V. Lenzer Verlagskollektiv stellt sich vor

Am Mittwoch, den 26. Juni 2019 ist es soweit: Wir treten an die Öffentlichkeit! Um 20 Uhr stellen wir euch in der Ligsalzstraße 8 in München unser Konzept vor. Dabei wollen wir insbesondere darauf eingehen, wie wir die Strukturen des Verlags gestalten wollen, damit er mit anarchistischen und antikapitalistischen Prinzipien vereinbar ist.

Wir haben dabei zwei Hauptanliegen: Einmal dass unsere Publikationen allen zugänglich gemacht werden, und zweitens dass der Verlag eine offene Struktur besitzt, die allen Interessierten die Möglichkeit bietet mitzumachen. Außerdem möchten wir bestenfalls allen Beteiligten eine angemessene Vergütung zu kommen lassen.

Weiterhin wollen wir euch natürlich unser erstes Programm vorstellen, das bereits Ende diesen Jahres erscheinen soll!

Wir freuen uns auf euer Kommen.

26. Juni | 20 Uhr | Ligsalzstraße 8, 80339 München